Jun 18
Uns allen ist Umweltschutz sehr wichtig. Aber nur wenige setzen sich so konsequent gegen die Vermüllung der Meere ein, wie die deutsche Meeresbiologin Dr. Mareike Huhn und ihr Team. Sie ist auf die Insel Banda Neira in Indonesien gekommen, um für ihre Doktorarbeit an Muscheln zu forschen – geblieben ist sie, um das Müllproblem auf der Insel zu bekämpfen.

Diese spannende Geschichte haben wir auf stern.de gefunden und möchten sie gerne mit euch teilen und für euch zusammenfassen. Wahrscheinlich wisst ihr, dass Plastikmüll im Meer zu einem weltweiten Problem geworden ist. Jährlich landen etwa zehn Millionen Tonnen Plastik im Meer. Einige Wissenschaftler prognostizieren, dass im Jahr 2050 mehr Plastikmüll in unseren Meeren schwimmen wird als Fisch. 80 % von dem Müll in den Weltmeeren gelangt durch Menschen dorthin, die an den Küsten oder in ihrer Nähe leben. Dieser Umstand wird auch am eigentlich so paradiesischen Strand von Banda Neira zum Thema. Denn auch hier im Korallendreieck, ein Geheimtipp unter Tauchern, ist der Müll zum Problem geworden – mit schwerwiegenden Folgen. Denn das Plastik erstickt nicht nur die Korallenriffe, sondern wird auch von Fischen, Schildkröten und anderen Meeressäugern gefressen. Diese verhungern elend mit vollen Mägen.

Eine deutsche Meeresbiologin nimmt das Problem in die Hand

Das ist eine Entwicklung, der die Meeresbiologin Mareike Huhn nicht weiter tatenlos zusehen möchte. Deshalb hat sie Banda Sea e. V. mitgegründet. Und die Organisation ist mit kleinen Schritten durchaus erfolgreich. So hat sie eine Art Müllsystem mit „Müllabfuhr“ eingeführt, betreibt die Etablierung von Recycling und unterrichtet „Umweltbildung“. Und Mareike Huhn geht mit gutem Beispiel voran und legt selbst Hand an. Mehrmals pro Woche fährt sie raus aufs Meer, um mühsam nach Müll zu fischen. Schon von Anfang an verteilte sie mit Helfern Säcke , in denen die Einwohner Müll sammeln können. „Dieser wird dann abgeholt und zu einer Deponie im Inneren der Insel gebracht – und dort leider teilweise noch verbrannt. Da die Bewohner den Müll sonst im eigenen Garten verbrennen oder sogar ins Meer werfen würden, ist es vorerst die bessere Lösung“, findet Mareike Huhn. Die Verbesserung der Infrastruktur für das Recycling will sie aber voranbringen.

Das einmalige Team für die gute Sache

Besonders gefallen hat uns, dass die Geschichte von Banda Sea eine von echtem Teamwork ist. Denn Mareike Huhn hat auch einheimische Helfer, wie den Englischlehrer Magga Fira. Dieser sensibilisierte seine Landsleute schon lange für das Müllproblem. Er initiierte Sammelaktionen, brachte das Thema in Schulen und versuchte, aus dem Müll etwas Neues zu erschaffen. All das tat er als Freiwilliger. Mittlerweile ist er bei Banda Sea e. V. fest angestellt und geht in verschiedene Dörfer, um dort den Menschen die Müllproblematik näherzubringen. Und zusammen mit der Meeresbiologin Huhn rief er den Cleanup Day ins Leben. An diesem Tag sammeln etwa 1.000 Schüler den Müll am Strand ein.

Aber die beiden und ihre Helfer packen das Problem auch bei der Wurzel – mit „Umwelterziehung“ an Schulen möchten sie erreichen, dass die Menschen ein anderes Bewusstsein für ihren Müll bekommen und diesen erst gar nicht ins Meer werfen.

Fazit: Wir ziehen unseren Hut vor Mareike Huhn und ihrem ganzen Team. Der Kampf gegen die Vermüllung der Weltmeere ist enorm anstrengend und sicher manchmal frustrierend. Aber er ist auch unglaublich wichtig. Deshalb sagen wir „Chapeau und vielen Dank“ für diesen Einsatz!

Quelle des Originalartikels: https://www.stern.de/stiftung/plastikmuell-in-indonesien–wie-eine-junge-deutsche-das-paradies-retten-will-8113038.html

0 Kommentare zu “Der Kampf gegen den Plastikmüll im Meer: Eine Geschichte, die uns Hoffnung macht.”

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