Aug 18

Die Rettung und der Schutz unserer Ozeane ist ein Thema, das in seiner Wichtigkeit immer stärker in das öffentliche Bewusstsein vordringt. Einer der großen Akteure, die dazu beitragen, ist die Surfrider Foundation Europe. Es handelt sich dabei um einen Verein, der sich nicht nur für den Schutz der Ozeane, sondern auch für einen besseren Umgang mit ihnen einsetzt. Dazu zählen auch die Aufklärung, Sensibilisierung und Bildung der Bürger. Alles in allem also genug Gründe, um sich den Verein einmal näher anzuschauen.

Alles begann 1984 an einem Strand in Malibu, Kalifornien. Ein paar Surfer schlossen sich zusammen, um gegen eine Bedrohung ihres Surfspots zu protestieren. Sie wollten damit das schützen, was sie liebten: Ozeane, Wellen und Strände. Der Beginn einer erfolgreichen und langen Geschichte. 1990 kam es dann in Biarritz, Frankreich, zur Gründung des europäischen Ablegers: Der Surfrider Foundation Europe. Seitdem entstanden nicht nur in Frankreich mehrere Chapter, sondern auch in weiteren Ländern der EU. So finden sich Niederlassungen in den Niederlanden, Spanien, Portugal, Italien, Belgien, Bulgarien und in Deutschland. Der Verein steht dabei für eine große Anzahl an europäischen Bürgern. Mittlerweile umfasst er nach eigenen Angaben etwa 10.500 Mitglieder, dazu kommen ca. 1.700 Freiwillige. Er kann außerdem auf rund 120.000 Unterstützer zählen. Soweit die grundsätzlichen Informationen und Zahlen. Aber was ist das nun für eine Organisation? Was macht sie aus und wofür steht sie?

Eine NGO für unser Ökosystem

Bei der Surfrider Foundation Europe handelt es sich in erster Linie um eine NGO, die ehrenamtlich organisiert ist. Ihre Themenschwerpunkte liegen bei Wasserqualität & Gesundheit, der Müllverschmutzung der Meere, dem Seetransport und der künstlichen Landgewinnung. Sie kümmert sich also hauptsächlich um Dinge, die unsere Meere betreffen. Dabei geht es aber nicht nur um den Ozean an sich, sondern um unser gesamtes Ökosystem. Ohne Wasser würde es schlichtweg nicht funktionieren. Also setzen sie sich dafür ein, dass die Ozeane sauberer werden. Damit wollen sie das bedrohte ökologische System schützen, um letzten Endes auch allen Menschen mehr Lebensqualität zu verschaffen.

Um das zu erreichen, haben sich die Surfrider mehrere Ziele gesetzt. Sie wollen unter anderem dazu beitragen, dass sich die Politik in der EU stärker den ökologischen Problemen und Themen annimmt. Dazu wollen sie zwischen Politik, Bürgern und Industrie vermitteln. Sie kümmern sich außerdem auf empirischer Basis und in einem wissenschaftlichen Rahmen um die Sammlung und Erstellung von Fachwissen. Und last but not least erstellen sie Bildungs- und Kommunikationsprogramme, um einen gesellschaftlichen Wandel über die Sensibilisierung und Aufklärung der Bürger zu erreichen. Es handelt sich also alles in allem um einen sehr regen europaweiten Verein, der auch als Lobbygruppe aktiv ist und in vielerlei Hinsicht auf sich und seine Anliegen aufmerksam macht.

Nicht nur reden, auch anpacken ist angesagt

Dazu zählen nicht nur die Videos und Beiträge, die in den sozialen Medien gerne für Aufsehen sorgen. Passend zur Europawahl 2019 wurde das Programm „Voice for the ocean“ entwickelt. Auf einer gesonderten Homepage findet sich ein Fragebogen, durch den nicht nur die Lobbyarbeit besser ausgerichtet werden kann. Gleichzeitig wird dort durch eingeflochtene Text- und Videobeträge auch über die Thematik und Grundproblematiken aufgeklärt. Die bekannteren Aktionen und Kampagnen sind allerdings „Ban the bag“ und die alljährlichen „Beach Clean Ups“, beziehungsweise „Ocean Initiatives“. Bei „Ban the bag“ geht es schlicht darum, dass keine Plastiktüten mehr verwendet werden sollen, da sie einen Großteil des anfallenden Plastikmülls in unseren Ozeanen ausmachen. Dazu wird von der Foundation passendes Material online zur Verfügung gestellt, damit von den Mitgliedern vor Ort Aufklärungsarbeit geleistet werden kann.

Die „Ocean Initiatives“ hingegen sind von allen Aktionen die am deutlichsten wahrnehmbaren. Dabei geht es nicht nur um die Sammlung von Müll an diversen Stränden. Es geht auch um den Hinweis auf eine europaweit fehlende Regulierung zur Vermeidung von Abfällen in den Ozeanen. Daran beteiligen sich neben den einzelnen Chapter auch viele Freiwillige. Das deutsche Chapter Surfrider Foundation Norddeutschland, 2011 in Hamburg gegründet, ist ebenfalls regelmäßig dabei und kümmert sich darüber hinaus auch um weitere Veranstaltungen, wie Konzerte und Lesungen.

Wie erfolgreich die Surfriders mit ihren Aktionen sind, zeigt sich an ein paar Zahlen:

Allein 2018 gab es bereits 1.110 Müllsammlungen mit 34.410 Beteiligten (Stand 26.07.2018). Das von der Foundation betriebene Netzwerk der „keepers of the coast“ konnte seit 2008 sogar insgesamt 65 von 78 großen Aktionen, wie vorgenommene Klagen, als Erfolg verbuchen (Stand 26.07.2018).

Die Surfrider sollte man definitiv auf dem Schirm haben.

Quellen: surfrider.eu, surfriderfoundation.de, surfrider.org

 

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