Feb 13
Bildquelle: Michaela Hille/MKG Hamburg

Die gut gemachte und lehrreiche Ausstellung „Endstation Meer? Das Plastikmüll-Projekt“ im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg zeigt noch bis zum 31. März 2013 die wahren und erschreckenden Ausmaße der Verschmutzung der Meere durch Plastikmüll.

 

Die Ausstellung will auf die Folgen dieser Umweltsünde aufmerksam machen und stellt   verschiedene Lösungsansätze dar. Den Besucher empfängt zunächst ein Berg aus altem Plastik, bunt zusammengewürfelt aus dem Treibgut der Ozeane. Natürlich nur ein kleiner Bruchteil dessen, was täglich in den Weltmeeren landet. Zum einen stammen die Abfälle von Schiffen, sorglos über Bord geworfen, illegal entsorgt. Der größte Teil der Abfälle aber wird durch die Flüsse vom Land in die Meere getragen. Dieser Eintrag über die Flüsse kann durch ordnungsgemäßes und hochwertiges Recycling von Kunststoffen deutlich verringert werden. Was recycelt wird, landet nicht im Meer.

Die Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH trägt mit ihrer verbraucherfreundlichen, haushaltsnahen Erfassung von Verkaufsverpackungen maßgeblich dazu bei, das Littering – also das achtlose Wegwerfen von Müll – zu reduzieren. Aber auch als Einzelperson kann man vieles tun, indem man beispielsweise seinen Müll trennt – Verpackungen gehören als Wertstoffe ins Recycling – und Abfälle nicht achtlos in die Landschaft wirft.

Unter Federführung des Naturschutzbund Deutschland (NABU) gehen Fischer, Abfallentsorger und Kommunen mit dem Projekt „Fishing for Litter“ gemeinsam gegen den Müll in Nord- und Ostsee vor. Der Grüne Punkt unterstützt das Projekt als überregionaler Partner. Die „gefischten“ Abfälle werden auf den Schiffen gesammelt und im Hafen in kostenlosen Sammelcontainern entsorgt. Ziel des Projektes ist nicht nur die Ostsee zu säubern, sondern auch Informationen zur Abfallbelastung im Meer zu gewinnen.

Der Grüne Punkt unterstützt außerdem die Stiftung „Plastic Oceans“, die sich mit der Frage beschäftigt, wie die Einbringung von Müll in die Weltmeere verhindert und wie mit der bereits vorhandenen Belastung umgegangen werden kann. Weitere Partner in diesem Projekt sind der WWF Netherlands, British Plastics & Rubber und der NABU.

Zur Hamburger Ausstellung geht es hier.

Mehr zum Projekt „Fishing for Litter“ findet ihr hier.

Die Stiftung „Plastic Oceans“ findet ihr hier.

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