Aug 13
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Über das Projekt „Fishing for Litter“ des Naturschutzbundes (NABU) haben wir ja bereits in der Vergangenheit schon berichtet. Das Projekt wurde in den letzten Jahren immer weiter ausgebaut. Angefangen hat es mit 47 Kuttern in der Ostsee, inzwischen sind auch die Fischer der Nordsee mit 23 Kuttern beteiligt und es haben sich bereits jetzt schon weitere Häfen gemeldet, die sich beteiligen möchten.

 

Was hat der Grüne Punkt mit Abfall im Meer zu tun?

Der Grüne Punkt leistet seinen Beitrag in diesem Projekt in der Bereitstellung der Infrastruktur an den Häfen. Das heißt, wir stellen so gennannte Big Bags, in die die Fischer ihren „Beifang“, das heißt den Müll, der neben dem eigentlich Fang in den Netzen landet, werfen können sowie Container an den Häfen, in denen alles bis zur genauen Untersuchung über die Zusammensetzung des Mülls gesammelt wird.

Woher kommt der Müll im Meer denn überhaupt?

Ursachen für die Verschmutzung gibt es viele. Arglos weggeworfener Müll von Touristen, Schiffsladungen, die über Bord gehen und Fischernetze, die sich verselbstständigen sind nur einige Beispiele. Um einmal genau festzustellen, was da eigentlich so im Meer treibt, haben sich am 27. August 2013 die verschiedenen Beteiligten des Projekts in der Kunststoffaufbereitungsanlage der Systec Plastics GmbH, die genau wie der Grüne Punkt zur Duales System Holding gehört, im westfälischen Hörstel getroffen. Mit dabei waren der Naturschutzbund (NABU), Vertreter der Organisation „Nationalpark Wattenmeer“ sowie verschiedene Spezialisten vom Grünen Punkt.

Derzeit wird der gesamte Müllberg, der in den letzten Wochen von den Fischern aus dem Meer gefischt wurde, nach verschiedenen Artikeln und Materialien sortiert (z.B. Verpackungen, Fischernetze, Holz, Metall usw.), genau dokumentiert und anschließend analysiert. Zum Beispiel stellt sich die Frage, ob bestimmte Dinge, die aus dem Meer gefischt werden, noch recycelt werden können und wo die Hauptquelle der Verschmutzung liegt.

Eins steht fest: Jeder von uns kann dazu beitragen, dass die Meere sauberer werden – und das nicht nur, indem er das Eispapier am Strand in den Mülleimer wirft, statt es im Sand zu verbuddeln. Auch eine in Köln weggeworfene Plastiktüte zum Beispiel kann über den Rhein ihr Ende im Meer finden und dort großen Schaden anrichten. Im Rahmen von Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass sich in den Mägen von Fischen Kunststoffpartikel befinden. Inwieweit diese auch in das Fleisch migrieren, wird derzeit analysiert. In Muschelfleisch wurde bereits sogenanntes Mikroplastik nachgewiesen.Da sich im Wasser enthaltene Schadstoffe an die Mikroplastikteilchen binden, können sie in unsere Nahrung gelangen.

Das Projekt Fishing for Litter zeigt, wie wichtig es ist, sensibel mit unserer Umwelt umzugehen. Also: Macht mit – und macht was draus! Werft keine Abfälle in die Natur und trennt eure Wertstoffe richtig – das ist euer persönlicher und wertvoller Beitrag für eine grüne Zukunft auf unserem blauen Planeten!

0 Kommentare zu “Fishing for Litter: Wenn einem der Müll ins Netz geht”

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