Mai 13
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Der Erfolg der „Tafel“-Bewegung  für Bedürftige hat es gezeigt: Wir sind endlich sensibler geworden, wenn es um die nachhaltige Verwertung von Lebensmitteln geht. Seit dem vergangenen Jahr macht ein Kölner Verein von sich reden, der uns allen neue Möglichkeiten im Umgang mit Nahrungsmitteln eröffnet: Foodsharing e.V.

Dessen Mitglieder eint der Gedanke, dass wir zu viel Speisen wegwerfen. Den Wert dieser Menge beziffern sie mit 22 Milliarden Euro allein in deutschen Privathaushalten. Ihr Konzept dagegen ist einfach – Menschen teilen Essen. Und das Internet ist ihre Organisationsplattform. www.foodsharing.de macht es Privatpersonen, aber auch Händlern und Produzenten möglich, überschüssige Lebensmittel kostenlos anzubieten oder abzuholen. Über www.foodsharing.de kann man sich zudem zum gemeinsamen Kochen verabreden, um überschüssige Lebensmittel mit anderen zu teilen, statt sie wegzuwerfen. Geld soll dabei bewusst nicht fließen, denn Teilen hat für die Foodsharer eine ethische Dimension. „Wir wollen den Lebensmitteln damit wieder einen ideellen Wert geben, denn sie sind mehr als bloß eine Ware“, so ihr Credo.

Aktuell machen bereits Menschen in 240 deutschen Städten mit. Wie wichtig und zeitgemäß diese auch vom NRW-Umweltministerium unterstützte Initiative ist, zeigt die Tatsache, dass schon weggeworfen wird, bevor Nahrungsmittel in die Haushalte kommen. Laut Foodsharing sind es mehr als die Hälfte unserer Lebensmittel, die auf dem Müll landen, „das meiste schon auf dem Weg vom Acker in den Laden, bevor es überhaupt unseren Esstisch erreicht: jeder zweite Kopfsalat, jede zweite Kartoffel und jedes fünfte Brot“.

Mehr über  Foodsharing e.V. erfahrt ihr hier

Mehr über die „Tafel“-Bewegung in Deutschland erfahrt ihr hier

 

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