Okt 14
Rezyklat für Verpackungen

Werner & Mertz, Hersteller der bekannten Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel mit dem Frosch, ist auf dem besten Wege, noch umweltfreundlichere Verpackungen für seine nachhaltigen Produkte herzustellen.

Seit 2010 bestehen die PET-Verpackungen der Marke Frosch zu 80 Prozent aus Rezyklat – bisher auf der Basis von Pfandflaschen. Mit Hilfe moderner Lasertechnologie ist es nun möglich, auch Wertstoffe aus der haushaltsnahen Sammlung zu nutzen. So sind nun bei der Verpackungsproduktion bis zu 20 Prozent der Rezyklate Sekundärrohstoffe aus dem Gelben Sack.

Die Verarbeitung von Recyclingkunststoffen – wie gebrauchten Verpackungen – zu PET hat einen zweifachen Umweltvorteil gegenüber der konventionellen Produktion aus Rohöl. Zum einen arbeitet sie nicht auf Basis eines fossilen Rohstoffs, sondern von Rezyklat. Zum anderen verbraucht der Herstellungsprozess bis zu zwei Drittel weniger Energie. Im Jahr 2012 gründete Werner & Mertz zusammen mit dem Grünen Punkt, dem NABU sowie ALPLA, UNISENSOR und der REWE Group die „Recyclat-Initiative“. Jüngst haben Werner & Mertz zusammen mit der REWE Group für diese Initiative sogar den ECR Award in der Kategorie Unternehmenskooperation Supply Side erhalten. Ziel ist, einen effektiven und qualitätserhaltenden Wertstoffkreislauf zu erschließen. „Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir einen Prozess entwickelt, um erstmals Kunststoffe aus der Sammlung im Gelben Sack für unsere PET-Produktion zu gewinnen“, sagt Reinhard Schneider, Geschäftsführer bei Werner & Mertz. „Diese Form des Upcyclings verstehen wir als gelebte Öko-Effektivität.“

Hightech im Wertstoffkreislauf

Die Recyclat-Initiative setzt sich für einen effektiven Kreislauf ein: PET aus dem Gelben Sack wird so aufbereitet, dass es für neue Reinigungsmittelflaschen verwendet werden kann. Diese gehören nach dem Gebrauch wieder in den Gelben Sack und können erneut recycelt werden. (Bild: Werner & Mertz)
Die Recyclat-Initiative setzt sich für einen effektiven Kreislauf ein: PET aus dem Gelben Sack wird so aufbereitet, dass es für neue Reinigungsmittelflaschen verwendet werden kann. Diese gehören nach dem Gebrauch wieder in den Gelben Sack und können erneut recycelt werden. (Bild: Werner & Mertz)

Hochmoderne Lasertechnik ermöglicht eine besonders feine Sortierung der Wertstoffe aus der haushaltsnahen Sammlung. Dadurch ist es möglich, hochwertiges PET-Granulat zu gewinnen, wie es für die Herstellung von farb- und sortenreinen PET-Flaschen benötigt wird. DSD stellt dabei das Material bereit und verarbeitet dieses weiter. Wichtig: Der Kunststoff muss sortiert und gründlich von Füllgutresten, Etiketten und anderen Kunststoffarten gereinigt werden. Die Ergebnisse der Kooperation zwischen Werner & Mertz und dem Grünen Punkt können sich sehen lassen: Mittlerweile konnten 100.000 Flaschen Frosch-Spülmittel mit dem neuen Verfahren produziert werden.

Leuchtturmprojekt mit Strahlkraft

Auch für die Zukunft verfolgt das Mainzer Unternehmen ehrgeizige Recyclingziele. „Künftig wollen wir das Potenzial der eineinhalb Millionen Tonnen Kunststoffabfälle aus dem Gelben Sack noch stärker ausschöpfen“, sagt Reinhard Schneider. „Zudem setzen wir uns dafür ein, dass die neuen Technologien stärker genutzt werden und sich auch andere Unternehmen aus dem Wasch-, Putz- und Reinigungsmittelbereich für unser hochwertiges Recyclingverfahren entscheiden.“ Stefan Schreiter, CEO der Duales System Holding, lobt die Kooperation zwischen Werner & Mertz und dem Grünen Punkt als vorbildlich. „Die Recyclat-Initiative ist ein Leuchtturmprojekt mit hoher Strahlkraft. Denn sie zeigt anschaulich, was mit Recyclingkunststoff aus dem dualen System möglich ist.“

(Bild: Werner & Mertz)

0 Kommentare zu “Frosch setzt auf Rezyklat für Verpackungen”

Kommentare
Du möchtest mitdiskutieren? Hinterlasse hier deinen Kommentar oder melde dich in der Community an.

Werde jetzt Mitglied der Community! Hier geht's zur Anmeldung.