Jun 15
Kristin_Olsen_Tag_der_Verpackung_1

Ein Beitrag von Kristin Olsen

Interessante und aufschlussreiche Exkursionstage liegen hinter uns. Anlässlich des ersten Tages der Verpackung sind wir, die Verpackungsstudenten der Hochschule der Medien in Stuttgart, gerne der Einladung der Nestlé Deutschland AG und der Duales System Holding gefolgt und haben dabei umfangreiche Einblicke in den Wertstoffkreislauf von Kunststoffverpackungen erhalten.

Eindrucksvolle Themen waren hierbei nachhaltige Verpackungsentwicklung, Abfüllprozesse, Sammlung und Sortierung von gebrauchten Verpackungen und deren Aufbereitung und Verwertung. Eine Verpackung muss konstruiert, gestaltet, bedruckt und in vieler Hinsicht zahlreichen Anforderungen gerecht werden. Doch was geschieht mit ihr, nachdem sie im Gelben Sack oder der Gelben Tonne entsorgt worden ist? Hier eröffnet sich ein ebenso komplexes und weitreichendes Anforderungsfeld.

In großen Sortieranlagen, wie in der der Tönsmeier Gruppe in Porta Westfalica, wird unser Müll maschinell und anschließend manuell aufwendig sortiert, um die geforderte Qualität sortenreiner Kunststoffe zu gewährleisten.

In der Sortieranlage.
In der Sortieranlage.

Dabei fällt auf, dass sich nicht alle Verpackungen gleich gut sortieren lassen. Viele Verpackungen bestehen aus  verschiedenen Kunststoffsorten, was den Sortiervorgang erschwert. Also was können wir als Verbraucher tun? Na klar, sorgfältig unseren Müll trennen. Was noch? Wir können beispielsweise darauf achten, dass wir den Deckel von unserer Maggi 5 Minuten Terrine abtrennen, bevor wir sie in den Müll werfen, so können die Materialien von Becher und Deckel getrennt recycelt werden.

Sortierte Kunststoffverpackungen, zu Ballen gepresst.
Sortierte Kunststoffverpackungen, zu Ballen gepresst.

Nach dem Maggi Werk in Lüdinghausen und der Tönsmeier Gruppe war die dritte und letzte Station unserer Exkursion die Systec Plastics in Hörstel. Dort wurde uns gezeigt, wie aus den sortierten Kunststoffen neue hochwertige Granulate hergestellt werden, aus denen anschließend neue Produkte entstehen.

Kunststoffschnipsel zur Granulatherstellung.
Kunststoffschnipsel zur Granulatherstellung.

Das auf der Exkursion Erlebte hat das Bewusstsein für dieses spannende aktuelle Thema erweitert, welches in Zeiten knapp werdender Ressourcen immer bedeutsamer wird. Wir haben Anregungen erhalten, wie wir selbst helfen können, unsere Verpackungen so zu gestalten, dass der Sortier- und Recyclingprozess optimiert werden kann. Wie fantastisch wäre es, zukünftig gewonnene sekundäre Kunststoffe in der Pharma- und Lebensmittelindustrie verwenden zu können?

Das fertige Kunststoffgranulat.
Das fertige Kunststoffgranulat.

Wir als Exkursionsteilnehmer können die Thematik an Andere herantragen und direkt in unsere Arbeit einbringen, indem wir Verpackungen entwickeln, die als Rohstoff im Kreislauf enthalten bleiben. Nachhaltigkeit muss Bestandteil einer guten Verpackungsentwicklung sein.

Bild oben: Vor dem MAGGI Werk in Lüdinghausen (alle Bilder: Kristin Olsen)

 

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