Mai 13
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Ein neues Konzept muss her – mehr Klasse statt Masse in der Lebensmittelproduktion! Um noch eine Daseinsberechtigung zu haben, sollten die EU-Agrarsubventionen an umweltfreundliche Ziele geknüpft sein. Und zwar so, wie sich der Verbraucher das wünscht: für eine umweltfreundliche Erzeugung gesunder Nahrungsmittel! Die EU subventioniert die europäische Landwirtschaft 2013 mit etwa 60 Milliarden Euro (das sind knapp 40 Prozent des gesamten EU-Haushalts). 110 Euro pro Jahr zahlt jeder Verbraucher im Schnitt für diese Politik. Eine Umfrage der Naturschutzorganisation WWF hat ergeben, dass sich 78 Prozent der Europäer wünschen, dass Subventionen für die Bauern an nachhaltige Landwirtschaft gekoppelt werden. Nur 16 Prozent glauben, dass die derzeit in großem Stil praktizierte Verteilung nach Anbaufläche sinnvoll ist.

Im Jahr 2013 ist Lebensmittelknappheit in der EU kein Problem mehr. Im Gegenteil, die Hälfte aller produzierten Nahrungsmittel landet auf dem Müll. Warum also nicht mit einer Reform dafür sorgen, dass mehr Bauern zu Öko-Bauern werden und es in der Folge zu einer Erweiterung des Angebots an gesunden Nahrungsmitteln für die Verbraucher kommt?

Am 14. März 2013 dann die große Enttäuschung: Die EU-Parlamentarier beschließen, daß lediglich 30 Prozent der EU-Subventionen zukünftig für Greening-Maßnahmen vergeben werden sollen. Die restlichen 70 Prozent sind weiterhin nicht an Umweltschutzkriterien gebunden. Statt der geforderten sieben Prozent ökologischer Vorrangfläche einigten sich die Parlamentarier letztendlich auf drei Prozent (fünf Prozent bis 2016). Und das obwohl deutsche Betriebe schon jetzt zu 2,1 bis 3,5 Prozent aus ökologischen Vorrangflächen bestehen.

Ambitioniert und nach vorne gerichtet sieht anders aus. Die endgültige Verhandlung über die Reform findet Ende Juni 2013 im Europäischen Parlament statt.

Wie stellt ihr euch eine zukunftsfähige Landwirtschaft vor, und wie wünscht ihr euch die Herstellung eurer Nahrungsmittel? Wir freuen uns auf eure Beiträge!

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