Feb 14
Einkauf

Spätestens beim Betreten des Supermarktes wird es einem bewusst – ohne Verpackungen geht es nicht. Und das ist grundsätzlich auch gar nicht schlimm, denn was viele als reinen Müll bezeichnen, macht in der Regel durchaus Sinn. Verpackungen schützen das Produkt und sogar bei Obst und Gemüse ist die stark in der Kritik stehende Verpackung in der Regel sinnvoll, da sie das Lebensmittel vor frühzeitigem Verderb schützt. Sogenannter „Food Waste“ ist aus ökologischer Sicht nämlich auch nicht sinnvoll. ABER – und das muss man auch ganz klar sagen, viele Produkte sind auch heute noch überverpackt oder werden vom Endverbraucher unnötigerweise zusätzlich verpackt. Wir möchten euch heute einige Anregungen geben, wie ihr beim Einkaufen zur Vermeidung von Verpackungsabfällen beitragen könnt.

Wie gesagt, Verpackungen sind wichtig – denn eine schlechte Verpackung sorgt unter Umständen dafür, dass das Produkt kaputt geht bzw. frühzeitig verdirbt und dann direkt ein Fall für den Mülleimer ist. Das ist sicherlich kein Schritt in Richtung „Abfallvermeidung“.

Sinnvoll ist es aber, beim Einkauf Produkte zu wählen, die nicht übermäßig verpackt sind. Eine gute Wahl, z.B. bei Kosmetikprodukten und Reinigungsmitteln, sind Nachfüllpacks. Diese sind aus wesentlich weniger Material hergestellt und reduzieren die Abfallmenge.

Ein weiterer Punkt, gerade im Bereich der Getränke, stellt die Wahl zwischen Einweg- und Mehrwegverpackungen dar. Ob nun Glas oder PET eine bessere Ökobilanz hat, darüber lässt sich ausführlich diskutieren. Fakt ist aber, dass Mehrwegflaschen die Abfallmenge reduzieren, jedoch sollte dies nicht das einzige Kriterium für die Kaufentscheidung sein. Wer beim Einkauf auf regionale Abfüller setzt, verbessert seinen ökologischen Fußabdruck erheblich. Verbraucher, die allerdings glauben, mit italienischem oder französischen Wasser in Glasflaschen einen positiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten, liegen leider falsch – die schweren Glasflaschen haben in der Regel hunderte Kilometer Transportweg hinter sich und hinterlassen somit einen dicken CO2-Fußabdruck.

Obst und Gemüse, das lose angeboten wird, sollte an der Selbstbedienungstheke möglichst nicht zusätzlich in Kunststoffbeuteln verpackt werden. Auch auf dem Wochenmarkt reicht in der Regel der Hinweis, dass man seine eigenen Taschen dabei hat und keine Tüte benötigt. Und „Last but not Least“ – am Ende des Einkaufs stellt sich immer wieder die Frage, ob eine Kunststofftragetasche nötig ist. Sicherlich passiert es jedem von uns einmal, dass er so spontan einkauft, dass er keine Tragetasche dabei hat, oder man vergisst den Stoffbeutel einfach mal zu Hause. In diesem Fall ist natürlich eine Kunststofftüte erlaubt. Jedoch sollte sie bei den nächsten Einkäufen wieder zum Einsatz kommen und am Ende auf jeden Fall über die Wertstoffsammlung entsorgt werden.

Wenn jeder beim Einkaufen ein wenig Achtsamkeit walten lässt, ist ein großer Schritt in Richtung „Abfallvermeidung“ erfolgt. Verpackungen sind aus unserem Leben nicht wegzudenken, aber sie sollten in Maßen eingesetzt werden und am Ende nach Materialien getrennt richtig entsorgt werden. Nur so bleiben die hochwertigen Materialien dem Wertstoffkreislauf erhalten und landen nicht in der Natur. Das Problem sind nämlich nicht die Verpackungen, sondern die nicht korrekte Entsorgung dieser – und die hat ja im wahrsten Sinne des Wortes jeder selbst in der Hand 😉

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