Mai 14
(c) Mülldeponie Malagotta bei Rom_Archivbild_Züricher Tagesanzeiger_19_08_2012

Wer im europäischen Ausland seinen Urlaub verbringt, bekommt die Bilder oft aus erster Hand: Überall werden noch riesige Müllmengen auf Deponien verbuddelt. Manche von Ihnen, etwa die in Rom, sind so groß wie 250 Fußballfelder.

Aber: Ein Ende 2013 vorgestellter Bericht der Europäischen Umweltagentur (European Environment Agency, EEA) lässt hoffen. Denn von 2001 bis 2010 haben die Europäer einen immer größeren Anteil ihres Mülls wiederverwertet: Der Recycling-Anteil stieg in diesem Zeitraum von 23 Prozent auf 35 Prozent – das macht 63 Millionen Tonnen Hausmüll, die als Rohstoff eine neue Bestimmung finden. „Das ist eine beachtliche Verbesserung“, heißt es in der Studie.

Quelle EEA_2013_Grafik
Entwicklung des Müllmanagements in Europa: Die Grafik zeigt Daten für die EU-27 plus Türkei, Kroatien, Island, Norwegen und die Schweiz. Deutlich zu sehen: Müllkippen verlieren an Bedeutung. Quelle: EEA 2013

Doch das bedeutet auf der anderen Seite auch, dass Europa immer noch jedes Jahr gewaltige Mengen wertvoller Ressourcen verschwendet, die auf Müllkippen landen. Viele EU-Staaten tun sich schwer, die gesetzlichen Ziele der EU zu erreichen. Die legen unter anderem eine Recyclingquote von 50 Prozent bis 2020 fest. Immerhin zehn der jetzt 28 EU-Staaten müssten dazu ihre Recycling-Rate um zwei bis vier Prozentpunkte pro Jahr steigern. Das ist eine satte Herausforderung. Sieben von ihnen müssten sogar noch schneller vorankommen.

In den Wochen nach der Europawahl wird die EU-Kommission weitere aktuelle Untersuchungsergebnisse zum Thema vorstellen. Dazu kommen konkrete Vorschläge, wie die Situation verbessert werden kann. Ein spannendes Thema für die neu gewählten Volksvertreter im europäischen Parlament, die es in der Hand haben werden, für die Umsetzung zu sorgen.

 

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