Apr 13
Leider keine Idylle: Schwäne im Abfall (Bild: DSD).

Deutschland ist schön. Jeder hat diesen Satz schon mal gehört, da tun sich Postkartenidyllen auf: Urlaub auf Norderney oder Bootsfahrt auf dem Königssee. Auf dem Weg dorthin, zum Beispiel an Autobahnzubringern, ist dann schnell Schluss mit der Schönheit. Da wird es nämlich sehr oft so richtig müllig. Gleiches Bild auch in Parks oder an anderen zentralen Plätzen. Littering, so nennt man das Phänomen des wilden Wegwerfens im öffentlichen Raum international.

Wir fragen uns oft, warum das so ist, zumal seit den 1990er Jahren Städte und Gemeinden mit vielfältigen Aufräumaktionen gegen Littering ankämpfen und Umweltbewusstsein schaffen. Führt uns unsere neuzeitliche „to go“-Mentalität auf Abwege? Geht es uns einfach noch zu gut, so dass wir Pfandflaschen achtlos entsorgen? Oder gibt es einfach nur zu wenig Abfallbehälter? Wir sind doch in Deutschland Weltmeister im Sammeln, Sortieren und Recyceln! Umfragen belegen, dass die Wertstofftrennung zu Hause auch deshalb so gut funktioniert, weil sie vom Bürger als aktiver Beitrag zum Umweltschutz verstanden wird. Und vor der Haustür sollen wir alles vergessen haben?

Der Grüne Punkt zeigt, dass jedes Kilogramm Kunststoff, das wir über den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne in die Verwertung statt in den Restmüll geben, fast 1,3 Kilogramm klimaschädliches CO2 einspart. Rechnet das mal hoch auf rund 630.000 Tonnen Kunststoffverpackungen, die wir pro Jahr sammeln und verwerten. Das schützt die Natur wirklich. Wer sich das bewusst macht, sollte eigentlich Aufmerksamkeit für das Littering, seine Folgen und das eigene Tun entwickeln. Mit Blog und Facebook wollen wir aktiv ein Problembewusstsein in Sachen Vermüllung schaffen und euch schnell und direkt eure Fragen dazu beantworten. Quasi Infos „to go“, probiert es doch mal aus.

0 Kommentare zu “Littering – wenn sich „to go“ verläuft”

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