Mai 15
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Mit einer bundesweiten Aktion will Mundraub das Bewusstsein in der Bevölkerung für eine ressourcenschonende, lokale und nachhaltige Nahrungsmittel-Produktion stärken. Gemeinsam mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie soll das Projekt „mundraub macht mobil“ zeigen, welches Potenzial bspw. in den ungenutzten Ostbäumen von Städten und Gemeinden liegt. Es gilt ein Bewusstsein für nachhaltigen Konsum und lokalen Anbau zu schaffen.

Vorstellen muss man sich unter Mundraub eine digitale Landkarte, die Obstbäume, Obststräucher, Nüsse und Kräuter im öffentlichen Raum abbildet. Es ist eine Plattform auf der nicht nur über Standorte von Obstbäumen miteinander gechattet werden kann, auch Rezepte und Erfahrungen können geteilt werden.

Die sogenannte Mundräuber-Gemeinschaft hat bislang etwa 25.000 Mitglieder. Aktivitäten werden großgeschrieben: So wollen in „Erntecamps“ freiwillige Helfer in Partnerschaft mit Kommunen aber auch Privateigentümern derzeit ungenutzte landwirtschaftliche Flächen revitalisieren. Bisher ungenutztes Obst von Streuobstwiesen oder Alleen verwerten fleißige Hände und stellen daraus Saft her.

Die wissenschaftliche Begleitung übernimmt das Wuppertal Institut: Kann die urbane Nahrungsmittelerzeugung und -nutzung zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung beitragen? Ebenso will das Institut auch analysieren, inwieweit etwa Mundraub-Äpfel ökologische Vor- oder Nachteile im Vergleich zu konventionellen Bio-Äpfeln haben. Denn Mundraub-Äpfel wären quasi ja noch die ökologisch nachhaltige Steigerung von Bio-Äpfeln. Nämlich stadtnaher Anbau zu lokalen Nachfragebefriedigung ohne lange und weite Distributionswege. Gefördert wird das Projekt übrigens vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Ebenso dafür einsetzen wollen sich Entscheider aus Politik und Verwaltung.

Starten will man auf der Bundesgartenschau mit dem eigens von Mundraub hergestellten Saft Bugaloo. Auch wenn jetzt der Saftname m. E. nun wirklich nicht der „Bringer“ ist, eine gute und hoffentlich zukunftsfähige Initiative ist Mundraub doch allemal!

 

Bildnachweis: M. Großmann  / pixelio.de

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