Jun 15
627313_original_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.de

Natürliche Ressourcen werden immer knapper. Gleichzeitig nimmt der weltweite Bedarf an Wasser, Boden und Rohstoffen stetig zu. Dass dieses Angebots- und Nachfrageverhalten so nicht mehr lange funktioniert, zeigt das Umweltbundesamt: Viele der uns zur Verfügung stehenden Rohstoffe und Ressourcen sind bei derzeitiger Nutzung bereits 2030 erschöpft.

Nun hat auch die Bundesregierung dieses Thema auf ihre Agenda gesetzt: Im Jahr 2012 wurde das „Deutsche Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess)“ verabschiedet. Das oberste Ziel dieses Programmes ist es, mit weniger mehr zu erreichen.

Das heißt im Klartext:

–  nachhaltigere Entnahme und Nutzung natürlicher Ressourcen und Rohstoffe

–  Umweltbelastungen so weit wie möglich zu reduzieren
–  weitest gehende Entkopplung des Wirtschaftswachstums vom Ressourceneinsatz
–  Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen

Damit möchte Deutschland eine Vorreiterrolle für die globale Verantwortung der ökologischen und sozialen Folgen der Ressourcennutzung wahrnehmen und eine hohe Lebensqualität auch für künftige Generationen sichern.  „ProgRess“ betrachtet dabei die lebenslange Wertschöpfungskette und hat dabei folgende Kernprozesse im Blickfeld:

–  Sicherung einer effizienten Rohstoffversorgung
–  Steigerung der Ressourceneffizienz in der Produktion
–  nachhaltige Gestaltung des Konsums
–  Ausbau einer tiefgreifenden Kreislaufwirtschaft

Im ersten Schritt dieses Programmes ist vorgesehen, bestehende Chancen und Potentiale der Ressourceneffizienz zu erkennen und deren Wirksamkeit durch Indikatoren messbar nachprüfbar zu machen. Dabei sind die Bundesbürger eingebunden und jeder Einzelne hat die Möglichkeit, sich im Rahmen eines Online-Bürgerdialogs in den Prozess einzubringen. Noch bis zum 3. Juli 2015 können auf der Homepage Ideen, Anmerkungen, Tipps und Fragen zum Thema Ressourcenschonung eingestellt werden, zum Beispiel:

–  Was bewegt uns bei diesem Thema?
–  Wo sehen wir persönlich Handlungsbedarf?
–  Was kann jeder Einzelne von uns bereits im Kleinen tun, das Großes bewirkt?

Die Ergebnisse dieses Bürgerdialogs werden dokumentiert und im Herbst 2015 an das Bundesumweltministerium übergeben. Dort werden aus dieser Dokumentationen konkrete Maßnahmen abgeleitet und durch die nachhaltige Umsetzung können alle von einem ressourcenschonenden Umgang mit den Gütern profitieren. Das „ProgRess-Programm“ ist somit nicht das Ende, sondern erst der Anfang eines Prozesses bei dem Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und natürlich jeder Einzelne von uns seinen Beitrag leisten kann.

 

Blidnachweis: Rainer Sturm / pixelio

0 Kommentare zu “Nachhaltige Ressourcenschonung – Eure Ideen sind gefragt”

Kommentare
Du möchtest mitdiskutieren? Hinterlasse hier deinen Kommentar oder melde dich in der Community an.

Werde jetzt Mitglied der Community! Hier geht's zur Anmeldung.