Nov 14
Glasflaschen werden überwiegend aus Altglas gemacht. Copyright Shutterstock

Was passt eigentlich alles ins Altglas und in den Altglascontainer? Generell gilt: Jedes Glas, das als Verpackung diente, gehört in den Altglascontainer, also Einweg-Getränkeflaschen, Konservengläser und auch pharmazeutische und kosmetische Verpackungen. Wichtig ist die richtige Entsorgung nach Farben, also nach Weiß, Grün oder Braun. Braune Arzneimittelfläschchen, zum Beispiel für Hustensaft und Nasentropfen, die gerade jetzt im Herbst während der Erkältungszeit anfallen, gehören in den braunen, durchsichtige Parfümflakons in den weißen und grüne Weinflaschen in den grünen Glascontainer.

Eine der häufigsten Fragen: Wohin mit der blauen Prosecco-Flasche? Sie gehört in den Grünglas-Container, denn Grünglas verträgt einen höheren Anteil an Fremdfarben als weißes oder braunes Glas.

Glas ist zu 100 Prozent ohne Qualitätsverlust wiederverwertbar

Eine gute Orientierung bietet auch die Öffnung des Glascontainers – was nicht hineinpasst, gehört auch nicht hinein. Doch Achtung: Auch wenn Trinkgläser durch die Öffnung der Glascontainer passen, dürfen diese nicht dort entsorgt werden. Sie bestehen aus anderem Glas als Verpackungsglas und stören den Glasrecyclingprozess. Generell bedeutet das: Marmeladengläser ja, Trinkgläser nein!

Durch richtiges Glasrecycling entstehen heute neue Glasflaschen aus bis zu 60 Prozent Recyclingglas, grüne Glasflaschen sogar aus bis zu 90 Prozent Recyclingglas. Das spart Energie und schont die Umwelt.

Die Kampagne „Nicht alles passt ins Altglas“

Die Glasrecycler versuchen seit einiger Zeit, die Qualität des gesammelten Altglases zu steigern. Nicht dass die Deutschen ihr Altglas schlecht sortieren würden – aber ein bisschen besser geht immer. Ziel der Aufklärungskampagne „Nicht alles passt ins Altglas“ ist es, allen Verbrauchern in Deutschland auf sympathische Art zu zeigen, was ins Altglas darf und was nicht. Denn richtiges Recycling ist wichtig, weil sich so wertvolle Ressourcen und Energie einsparen lassen. Aufkleber auf den Glascontainern informieren, was geht und was nicht geht (s. Bild).Aufkleber

Je sauberer das Recyclingglas getrennt wird, desto weniger Energie muss für die Aufbereitung eingesetzt werden und desto mehr Scherben können bei der Produktion von neuem Behälterglas zum Einsatz kommen. Interessant zu wissen: Zehn Prozent eingesetztes Recyclingglas sparen immerhin drei Prozent Energie ein. Damit leistet Glasrecycling einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.

Über die Initiative der Glasrecycler

Die „Initiative der Glasrecycler“ will Verbraucher über die richtige Altglasentsorgung informieren. Sie setzt sich zusammen aus der „Der Grüne Punkt“ – Duales System Deutschland GmbH (DSD) und dem Aktionsforum Glasverpackung – einer Initiative der Behälterglasindustrie in Deutschland.

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