Dez 13
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Dieses Szenario kurz vor der Sicherheitskontrolle am Flughafen ist den meisten wohl bekannt: Man trinkt noch den letzten Schluck Wasser, bevor es zum Boarding geht, weiß aber nicht, wohin mit der Flasche. Aufgrund der Sicherheitsbestimmungen landet diese meist im Mülleimer. Doch damit geht nicht nur das Pfand, sondern auch wertvolles Material verloren. Am Stuttgarter Flughafen können Passagiere ihre Pfandflaschen jetzt für den guten Zweck spenden. Dafür können sie fünf neue Sammelbehälter nutzen, um damit bedürftigen Menschen einen Job zu verschaffen, die Umwelt zu schonen und eine soziale Organisation zu unterstützen. Der Grüne Punkt unterstützt das Projekt.

„Bis zu 2.000 Pfandflaschen landen bislang täglich in den Mülleimern unserer Terminals“, sagt Prof. Georg Fundel, Geschäftsführer der Flughafen Stuttgart GmbH (FSG). „Mit den neuen Sammelbehältern wollen wir diese Werte für einen sinnvollen Zweck gebrauchen.“ Geleert werden die Behälter von Mitarbeitern der Stuttgarter Organisation Trott-war e. V. Der gemeinnützige Verein unterstützt sozial benachteiligte Menschen bei der Wiedereingliederung in ein Beschäftigungsverhältnis und verlegt unter anderem auch die gleichnamige Zeitung. „Zum Start der Aktion haben wir sechs Kollegen mit einem festen Stundensatz angestellt, deren Aufgabe es ist, die Behälter auszutauschen, zu leeren und deren Reinigung zu organisieren“, sagt Helmut Schmid, Geschäftsführer von Trott-war e. V.

Der Grüne Punkt unterstützt die Aktion mit der Organisation der Logistik, die hinter dem Projekt steckt, stellt Behälter für den Transport der Pfandflaschen zur Verfügung und lässt diese in ein Zählzentrum bringen. Hier werden die Flaschen registriert und entwertet. Der Grüne Punkt zieht das Pfand für die Flaschen bei den Abfüllern ein, zahlt es an Trott-war aus und kümmert sich um das Recycling der Flaschen. „Wir bringen sehr gern unser Know-how als einer der versiertesten Pfand-Dienstleister in dieses Projekt ein“, betont Michael Wiener, Geschäftsführer der Duales System Holding. „Das Projekt vereint in idealer Weise Umwelt- und Ressourcenschutz mit sozialem Engagement.“

Die Projektidee geht auf die Studenteninitiative Enactus der Universität Hohenheim zurück. Ziel dieser ehrenamtlichen Initiative ist es, nachhaltige Projekte unter sozialen und ökonomischen Gesichtspunkten zu entwickeln und mit sozialen Einrichtungen durchzuführen.

(Bild: Joachim Hempel/Trott-war)

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