Mai 16
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Nachhaltigkeit ist für den Hersteller von TK-Fertiggerichten FRoSTA seit über zehn Jahren ein zentrales Thema: Das Unternehmen verzichtet auf Zusätze wie Aromen, Farbstoffe und Geschmacksverstärker. Jetzt sind nachhaltige Verpackungen in den Fokus gerückt.

Der weltweit steigende Bedarf nach Energie und Rohstoffen in Verbindung mit dem Klimawandel bringt das Thema „Nachhaltigkeit“ in die Köpfe der Menschen. Das gestiegene Bewusstsein für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen schlägt sich auch bei Lebensmittelverpackungen nieder: Verbraucher fordern laut Arne Döscher, Leiter Forschung und Entwicklung bei FRoSTA, immer öfter nachhaltige Produkte – und zwar innen und außen. Außerdem achtet fast die Hälfte beim Einkauf darauf, dass die Verpackung mit dem „Grünen Punkt“ versehen ist.

Nach Einführung eines selbstauferlegten „Reinheitsgebots“, in dessen Rahmen der Einsatz von Zusatzstoffen abgeschafft wurde, sind nun die Schalen, Folien und Kartons bei FRoSTA deutlich „grüner“ gestaltet worden. Plastik wurde so weit wie möglich durch umweltfreundlichen Karton ersetzt.

Dort, wo es sich nicht ohne weiteres austauschen ließ, hat FRoSTA die Recyclingfähigkeit optimiert. In einer etwa dreijährigen Entwicklungsphase hat der Tiefkühlspezialist dazu gemeinsam mit dem Grünen Punkt und anderen externen Partnern an verschiedenen Stellschrauben gedreht und wartet seit Anfang 2016 mit vielen Neuerungen bei seinen Verpackungen und Folien auf.

Beispielsweise werden Faltschachteln und Folien bei FRoSTA nun mit wasserbasierten und nicht mehr mit lösungsmittelbasierten Farben bedruckt – ein Novum in der Branche und technisch nicht einfach umzusetzen. Die Folienbeutel bestehen zudem aus mehreren Lagen eines einzigen Kunststoffs statt aus verschiedenen Kunststoffarten und lassen sich leichter recyceln. Das hat das Institut cyclos-HTP bestätigt, das die Recyclingfähigkeit von Waren und Verpackungen begutachtet.

Zudem ist die neue Generation der Folien deutlich dünner und kommt mit zehn Prozent weniger Material aus. Bei den neuen Verpackungen werden 30 Prozent weniger Karton und 25 Prozent weniger Schrumpffolie verwendet. Auch die einzelnen Bestandteile sind nun optimiert: So wurde eine komplett neue Kartonschale mit einer dünnen PET-Schicht entwickelt, die wie die alten Behälter aus Aluminium hohe Temperaturen im Backofen aushält. Dies sieht das Unternehmen aber nur als ersten Schritt an. Ziel ist, eine Menüschale zu entwickeln, die so wenig Plastik enthält, dass sie zusammen mit der Faltschachtel im Altpapier entsorgt werden kann.

Die Auswirkungen der verschiedenen Veränderungen zeigen sich nach Angaben von Arne Döscher bereits nach rund drei Monaten: Die Klimabilanz der Folienverpackungen sei nach der Neuausrichtung um 30 Prozent besser – für FRoSTA noch lange nicht das Ende: „Auch die Verpackungen sind bei FRoSTA Teil eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses“, betont Arne Döscher. „Wir werden sie immer wieder überprüfen und bestehende Potenziale ausschöpfen.“

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