Apr 13
Ohrring_(c) zweihundertsieben

Sie sind schmutzig, zerschrammt, zerbrochen und sehen nicht danach aus, als könnte man noch etwas Schönes daraus machen. Oder als seien sie überhaupt noch zu etwas gut: ausgediente Skateboards. Wenn der Besitzer mit seinem Board durch ist, ist das nur noch ein Häufchen Elend. Reif für die Tonne.

Zwei Jungs aus dem Alten Land bei Hamburg sehen das anders: „Fast jedes Skateboard ist aus kanadischem Bergahorn hergestellt. Das Holz ist leicht und widerstandsfähig“, fanden Christoph Reimers und Tim Müller und fingen an, das Holz der Skateboards wiederzuverwenden. Erst zu hitzebeständigen Topfuntersetzern, die sie aus jeweils vier Streifen der zersägten Skateboards zusammenleimen. Die Schnittflächen behandeln sie mit Öl. Aber das ist längst noch nicht alles.

Schmuckes aus Trittbrettern

Inzwischen gibt es auch Schmuck aus Skateboards: Ohrringe, Armreifen und Manschettenknöpfe. Dafür kombinieren die Jungdesigner das Skateboard-Holz mit feinem Silber. Weil jedes Skateboard anders aussieht, sind auch die Schmuckstücke, die Christoph und Tim daraus machen, Unikate – kein Stück gleicht dem anderen.

2011 gründeten die beiden zweihundertsieben. „Der Name bedeutet eigentlich nichts“, sagt Christoph. Macht aber nichts, klingt modern, geheimnisvoll, trendy. Bis zum Ende diesen Sommers studieren sie noch – der eine Landwirtschaft, der andere Schiffbau –, Designer sind sie, zumindest bis dahin, nur im Nebenberuf.

Professionell, wie sie an das Thema herangehen, ist von ihnen sicher noch mehr zu erwarten …

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