Okt 14
Gelbe Tonne AWV plus

In Ostthüringen geht man in Sachen Gelbe Tonne plus voran: Die Verbandsräte des Abfallwirtschaftsverbands (AWV) Ostthüringen hatten schon 2008 beschlossen, Wertstoffe, die bisher in der Hausmülltonne landeten, künftig getrennt zu sammeln und ihnen so eine Chance auf Verwertung zu geben. Zu viele Kunststoffe und Metalle waren im Hausmüll zu finden, so sagten die Verbandsvertreter. Warum sollte nicht die bereits vorhandene Gelbe Tonne auch für Nichtverpackungen aus Kunststoff und Metall genutzt werden?

Seit 2011 können in der Stadt Gera und im Landkreis Greiz neben Leichtverpackungen offiziell unter anderem Töpfe, Bratpfannen, Schrauben und Nägel, Eimer, Schüsseln und Spielzeug in die Gelbe Tonne geworfen werden. Vorangegangen ist eine Einigung mit den dualen Systemen, die ihre Gelbe Tonne für die zusätzlichen Wertstoffe geöffnet haben.

„Wie wir erleben ist eine sinnvolle Zusammenarbeit mit den Dualen Systemen möglich“, schildert Dietmar Lübcke, Geschäftsführer des AWV Ostthüringen, die Erfahrungen. „Bei der Sammlung wünschen wir uns jedoch eine stärkere kommunale Mitsprache.“

Mit der Gelben Tonne plus sieht sich der Zweckverband als einer der Vorreiter in ganz Deutschland. Die Möglichkeit, dass sich Kommunen und duale Systeme auf eine Mitbenutzung der Gelben Tonne einigen, gibt es zwar schon seit einigen Jahren – flächendeckend umgesetzt ist das aber noch lange nicht, auch wenn inzwischen etwa zwölf Millionen Bürger eine Wertstofftonne vor dem Haus haben. Eine einheitliche Wertstoffsammlung einzuführen ist auch das Ziel eines Wertstoffgesetzes, das die Bundesregierung auf den Weg bringen will – beschlossen ist dieses Gesetz aber noch nicht.

In Ostthüringen stellte sich heraus, dass dort am vorbildlichsten getrennt wird, wo sich Bürger und Wohnungsunternehmen bewusst engagieren. Sauberkeit und geringe Müllgebühren sind die unmittelbare Belohnung.

Dank der guten Mitarbeit der Bürger werden pro Einwohner und Jahr 3,5 Kilogramm Material zusätzlich in der Gelben Tonne erfasst, davon mehr als ein Drittel Kunststoffe (wie Schüsseln, Eimer, Spielzeug). Erfreulich ist, dass ein Teil der Zusatzmenge aus Verpackungen besteht, die damit nicht mehr in der Hausmülltonne landeten. Die Gelbe Tonne plus macht also offensichtlich das Trennen für die Bürger einfacher.

(Bild: AWV Ostthüringen)

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