Nov 13
SP-Gruppe-PP-Regranulat

Dass ihr SYSTALEN bisher noch nicht oder noch nicht so oft gehört habt, kann schon sein. Denn erst seit Mitte Oktober ist SYSTALEN ein neuer Name für Qualität. Unter dem Markennamen SYSTALEN vermarktet die Grüner-Punkt-Gruppe künftig ihre hochwertigen Granulate, die sie aus Post-Consumer-Kunststoffabfällen, also zum Bespiel aus der Gelben Tonne und dem Gelben Sack, herstellt.

Aber erst einmal der Reihe nach: Was geschieht eigentlich mit der Plastiktüte oder dem Joghurtbecher, wenn ihr diese ordnungsgemäß in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack geworfen habt?

Sie werden gesammelt und recycelt. In modernen Sortieranlagen werden Leichtverpackungen sortenrein und automatisch getrennt. Das ist eine wesentliche Voraussetzung für hochwertiges Recycling.

Zunächst trennen Trommelsiebe die Leichtverpackungen nach Größe. Windsichter blasen Folien und Papierreste vom Fließband; in einem weiteren Schritt werden Weißblechverpackungen und Kronkorken von Magnetscheidern herausgezogen und Aluminiumbestandteile durch Wirbelstromscheider separiert. Die Kunststoffverpackungen und Getränkekartons werden mit modernster Nahinfrarottechnik getrennt. Die Kunststoffe reflektieren nämlich im Nahinfrarotbereich ja nach Kunststoffsorte ein spezielles Lichtspektrum, dies macht man sich zu Nutze. Optische Sensoren erkennen es und ordnen die Daten den unterschiedlichen Kunststoffarten zu. Computergesteuerte Druckluftdüsen blasen dann die Verpackungen in Sekundenbruchteilen aus dem Abfallstrom heraus – die separierten Kunststoffarten gelangen über verschiedene Fließbänder in getrennte Behälter. Für die einzelnen Kunststoffsorten wird so eine Reinheit von bis zu 98 Prozent erreicht.

Nach dem Sortieren werden die gebrauchten Kunststoffe nun zu Ballen gepresst und als Wertstoffe in der Recyclinganlage für ihr neues Leben vorbereitet. Mit Hilfe von verschiedenen Verfahren werden die Kunststoffverpackungen zu Regranulaten verarbeitet. Und genau diese Granulate werden künftig unter dem Namen SYSTALEN vermarktet. Auf der Messe K 2013, eine der weltweit bedeutendsten Messen für die Kunststoff- und Kautschukindustrie, wurde SYSTALEN der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

SYSTALEN ist nicht nur ein hochwertiger Rohstoff für Spritzguss- und Extrusionsanwendungen bei der Herstellung von Kunststoffprodukten, sondern er ist auch preiswerter als neuer Kunststoff, der direkt aus Erdöl hergestellt wird – und das alles bei dem großen Gewinn für die Umwelt!

Aber unschlagbar ist seine Eignung für die Auszeichnung mit dem Blauen Engel. Damit ein Kunststoffartikel den Blauen Engel tragen darf, muss der Hersteller unter anderem nachweisen, dass die Produkte ressourcenschonend zu mindestens 80 Prozent aus Post-Consumer-Rezyklaten hergestellt sind, also weitgehend aus Recyclingware. SYSTALEN kann das gewährleisten und bietet darüber hinaus eine erstklassige Kunststoffqualität.

So, nun wisst ihr auch was sich unter dem Markennamen SYSTALEN verbirgt. Welche Kunststoffprodukte aus Recyclingware habt ihr denn so im Gebrauch, schreibt uns einfach!

0 Kommentare zu “SYSTALEN – noch nie gehört?”

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