Jun 15
1506_MAGGIWERK

Wie sieht die Wertschöpfungskette, also der Lebenslauf einer Kunststoffverpackung aus? Das zeigen die Duales System Holding und die Nestlé Deutschland AG Studierenden aus Leipzig und Stuttgart. Im Rahmen des „Tag der Verpackung“ gehen sie auf eine Exkursion von der Abfüllung in einem MAGGI-Werk über die automatische Sortierung von Leichtverpackungen bis hin zur Herstellung von neuem Kunststoff aus den sortierten Verpackungen.

Die Reise führt zunächst ins westfälische Lüdinghausen – hier stellt MAGGI zum Beispiel die 5 Minuten Terrine her. Die Verpackung, ein Kunststoffbecher, hat eine Menge Aufgaben zu erfüllen, denn sie muss nicht nur in der Abfüllung gut funktionieren und schützt das Produkt auf dem Weg bis zum Konsumenten, sondern in ihr wird das Produkt zubereitet und aus ihr wird es auch gelöffelt.

Der Verbraucher gibt den leeren Becher in den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne. Deren Inhalt wird in speziellen Anlagen sortiert, zum Beispiel in der Sortieranlage der Tönsmeier Gruppe in Porta Westfalica, der zweiten Station der Reise. In der riesigen Halle der Anlage werden die gesammelten Verpackungen im Wesentlichen maschinell sortiert; zum Schluss erfolgt noch eine Qualitätskontrolle von Hand. Am Ende warten im Outputlager viele verschiedene Wertstofffraktionen darauf, in die Verwertungsbetriebe transportiert zu werden. Fragen, die sich hier stellen: Wie verhalten sich die leeren Verpackungen in der maschinellen Sortierung? Was behindert unter Umständen, dass die Maschinen die Verpackungen erkennen und richtig zuordnen?

Unser Becher für die 5 Minuten Terrine besteht aus Polypropylen und in dieser Fraktion sollte er nach der Sortierung auch zu finden sein. Das Polypropylen geht nach Hörstel, an der nördlichen Grenze von Nordrhein-Westfalen gelegen. Dort recycelt die Systec Plastics das Material zu Kunststoffgranulaten, die sie an die Kunststoffindustrie weiterverkauft. Dort stellt die Gruppe weitere Fragen: Lässt sich der Becher überhaupt recyceln? Was ist mit Inhaltsresten? Was ist mit dem Papieretikett? Und was kann man aus den Granulaten an neuen Produkten herstellen?

Berichte und Ergebnisse der Exkursion gibt es hier auf meingruenerpunktblog.de in der Rubrik „Tag der Verpackung“.

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