Jan 14
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Ja, wenn es wirklich so einfach mit der Entsorgung unserer Weihnachtsbäume wäre, wie uns die Werbung glauben machen möchte. Aber ganz so abwegig ist dieser Entsorgungsweg dann doch nicht.

Nachdem der oftmals nur für das Weihnachtsfest angepflanzte Baum seinen Bestimmungszweck über die Weihnachtsfeiertage erfüllt hat, stellt sich früher oder später die Frage: Wohin mit dem alten Weihnachtsbaum?

Je nach Region oder aber auch heute noch oftmals von der Konfession abhängig bleibt der Weihnachtsbaum bei den Protestanten vielfach bis zum 6. Januar, dem Epiphanias-Fest oder Heilige Drei Könige, stehen. Bei den Katholiken darf er oft noch bis Anfang Februar (Mariä Lichtmess, 2. Februar) bewundert werden. Aber spätestens dann steht in vielen Haushalten die Entsorgung an.

Hierbei hilft ein Blick in die Stadtteilbeilage der örtlichen Tageszeitung oder auf die Homepage der Kommune oder des regionalen Entsorgers. Vielfach wird nämlich eine zentrale Abfuhr der Bäume angeboten und sie können zur Abholung an die Straße gestellt, notfalls aber am Wertstoffhof abgegeben werden. Natürlich werden nur vollständig abgeschmückte Bäume mitgenommen. Dies betrifft weniger den essbaren Baumschmuck aus Schokolade, der sich in der Regel schon vor dem eigentlichen Abholtermin quasi selbstständig verflüchtigt haben dürfte, sondern Lametta und ähnliches Material. Nur Bäume ohne Baumschmuck können umweltgerecht kompostiert werden. Wurde der Baum sogar mit Glitzerspray besprüht, ist er nicht mehr kompostierbar und kann nur als Restmüll entsorgt werden.

Auf keinen Fall gehören die ausgedienten Weihnachtsbäume – auch nicht zerkleinert – in einen Müllsack aus Plastik. Dieser stört nämlich, ähnlich wie synthetischer Baumschmuck oder Lametta, die Kompostierung. Neben der Kompostierung werden alte Weihnachtsbäume manchmal auch als Futter für Zootiere verwendet. Dass der Baum für diesen Verwendungszweck ebenfalls frei von Baumschmuck sein muss, versteht sich von selbst.

Und, nebenbei bemerkt, den Knut-Tag aus der Werbung gibt es wirklich. Der St.-Knut-Tag wird in Schweden, Norwegen und Finnland  am 13. Januar gefeiert und ist der 20. und letzte Tag der Weihnachtszeit in Skandinavien. Nach überlieferten Bräuchen darf man erst am St.-Knut-Tag – im feierlichen Rahmen – den Baum plündern. Anschließend wird er tatsächlich meist aus dem Fenster geworfen.

Wann entsorgt ihr eigentlich euren Weihnachtsbaum – direkt nach Weihnachten oder erst im Januar?

Bildnachweis: knipseline  / pixelio.de

Ein Kommentar zu “Weihnachtsbaum-Entsorgung: Fenster auf und raus damit!”

Kommentare
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  1. avatar
    Eike

    bei uns ist es schon immer so gewesen, dass der weihnachtsbaum erst nach dem 6. januar entsorgt wird.

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