Jun 20
Jahr für Jahr kommen junge, gut ausgebildete ExpertInnen nach Deutschland, um als StipendiatInnen des Bundeskanzleramts Projekte aus dem Bereich Politik, Wirtschaft, Medien, Verwaltung, Gesellschaft oder Kultur zu erarbeiten. Die StipendiatInnen, die von der Alexander-von-Humboldt-Stiftung betreut werden, sind jeweils bei einem Unternehmen zu Gast.

Der Grüne Punkt ist ein Pionier in der Kreislaufwirtschaftsbranche in Deutschland, in Europa und weltweit und hat das erste duale System zur verbrauchernahen Sammlung und Verwertung von gebrauchten Verkaufsverpackungen aufgebaut. Die Geschichte und Entwicklung unseres Unternehmens locken Ökologen und Umweltschutzexperten aus aller Welt an.

StipendiatInnen zu Gast beim Grünen Punkt

Jetzt haben uns die Bundeskanzler-Stipendiatinnen und -Stipendiaten der Alexander-von-Humboldt-Stiftung besucht. Die AvH-Stiftung vernetzt Deutschland mit dem Wissen der Welt aus verschiedenen Branchen und lädt die Führungskräfte von morgen aus Brasilien, China, Indien, Russland und den USA für ein Jahr nach Deutschland ein. Die 50 Bundeskanzler-StipendiatInnen führen eigenständig entwickelte Projektvorhaben an Gastinstitutionen durch.

Studienreise zum Recycling

Marina Shalginskikh aus Moskau ist eine der Stipendiaten und sie hat als Gastgeber den Grünen Punkt ausgewählt. Mit ihrer Hilfe haben wir – vor der Einführung der Kontaktsperre infolge der Corona-Krise – eine Studienreise für interessierte Stipendiaten organisiert, die im Bereich Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Kreislautwirtschaft tätig sind.

Während der zweitägigen Exkursion haben wir zusammen mit unseren Gästen zunächst die Sortieranlage für Leichtverpackungen der Lobbe Entsorgung GmbH in Iserlohn besucht. Dort werden jährlich etwa 100.000 Tonnen in Gelben Tonnen und Gelben Säcken gesammelt Abfälle sortiert – Leichtverpackungen aus Metallen (Weißblechdosen, Aluminiumtuben usw.), Verbundverpackungen (vor allem Getränkekartons) und Kunststoffe von der Shampooflasche bis zur Plastiktüte. Die Verarbeitungsmenge entspricht dem Verpackungsabfall von über drei Millionen Verbraucherinnen und Verbrauchern in Deutschland.

Systalen-Produkte

Sortierte Plastikabfälle der Kunststoffart Polypropylen gehen aus Iserlohn zum Beispiel zur Kunststoffverwertungsanlage des Grünen Punkts, der Systec Plastics GmbH in Hörstel im nördlichen Nordrhein-Westfalen. Dort werden Joghurtbecher und Co. zerkleinert, gereinigt und zu „neuem“ Kunststoff, einem sogenannten Rezyklat der Marke Systalen aufbereitet. Systalen dient Herstellern von Kunststoffwaren als Rohstoff – sie stellen daraus alle möglichen Produkte für Haushalt, Garten und Bau und sogar neue Verpackungen her.

Bei der Systec Plastics in Hörstel

Wir haben den Besuchern von der Tätigkeit und neuen Projekten unseres Unternehmens erzählt und auch über die Zukunft der Kunststoffrecyclingbranche in der EU diskutiert. Und wir haben uns über die intensive Diskussion und die vielen Fragen gefreut. Die Kolleginnen und Kollegen sind außerordentlich gut informiert.

Wir freuen uns über die Ankunft internationaler Kollegen und neue Bekanntschaften.

3 Kommentare zu “Mit Bundeskanzler-StipendiatInnen auf Tour”

Kommentare
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  1. avatar
    Maritta van der Straeten

    Als ehemalige Mitarbeiterin beim DSD und jetzige Mitarbeiterin bei der Alexander von Humboldt-Stiftung interessiert und freut mich dieser Artikel ganz besonders!

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