Mai 20

Man hätte es gar nicht vermutet, welche Aktionstage unser Kalender benennt. So begeht man am 24. Mai den Tag der Parks.

Was kommt Euch zu diesem Thema so in den Sinn? Denkt man darüber nach, was mit dem Tag der Parks gemeint ist, fallen einem bestimmt viele schöne Dinge ein: blühende Wiesen, angelegte Blumenbeete, schöne und alter Baumbestand, Tiere, Sonne und gute Luft, und so weiter.

Die Parkanlagen und Grünflächen sind heute ein wichtiges Element urbanen Wohnens geworden und werden gehegt und gepflegt. Ist das aber wirklich so? Zumindest nicht alle Parkbesucher gehen respektvoll mit der Umwelt und den grünen Lebensräumen um. Leider kann man nämlich beobachten, dass das Littering auch nicht vor den Grünanlagen Halt macht. Aber was ist mit Littering eigentlich gemeint? Achtloses Wegwerfen oder bewusstes Liegenlassen von Abfällen, die eigentlich in die bereitstehenden Mülleimer zu entsorgen wären. Das fängt schon beim kleinsten Bonbonpapier an, geht über Plastik- und Papierabfälle, weggeworfene Zigarettenkippen, und sogar gefüllte Hundekotbeutel – obwohl deren Inhalt vorher ordnungsgemäß eingesammelt wurde. Wenn von Glas und Scherben zusätzlich noch ein erhebliches Verletzungsrisiko ausgeht, kann von arglosem Wegwerfen kaum noch die Rede sein.

Gerade bei den Grillplätzen, Böschungen und Teichanlagen in den Parks finden sich besondere Littering-Schwerpunkte, also immer dort, wo gerade viele Menschen sich treffen oder zusammenkommen. Oftmals werden die Abfälle aus Bequemlichkeit und Gleichgültigkeit in die Landschaft geworfen, aber auch fehlendes Verantwortungsbewusstsein gegenüber Dritten oder der Umwelt sind die Ursache für die Problematik. Allerdings sucht man auch vielerorts geeignete Abfallbehälter vergebens. Sei es, weil zu wenige vorhanden oder nicht genügend sichtbar sind. Vielleicht sind es aber auch die mangelnden Kontrollen oder fehlende, bzw. zu geringe Strafen für Umweltsünder. Dies besonders, wenn man sieht, dass manche Zeitgenossen ihren kompletten Sperrmüll in den Parkanlagen entsorgen. Insgesamt ist es kein Kavaliersdelikt oder gar ein Bagatellfall Müll in der Landschaft zu entsorgen. Es ist vielmehr ein großes Ärgernis mit manchmal weitreichenden Folgen für Ökonomie und Ökologie.

Kunststoffabfälle, deren sich in die Landschaft entledigt wird, können zu den bekannten Mikroplastikeinträgen in die Meere führen, Tiere können sich darin verfangen und auch verletzen. Schlimmstenfalls verwechseln sie Kunststoffe mit Nahrung und verhungern dann elendig mit „vollen“ Mägen.

Die ökonomischen Folgen sind die Kosten für die ordnungsgemäße Beseitigung der Abfälle, die als Entsorgungskosten in der Regel über die Abfallgebühren auf die Allgemeinheit umgelegt werden. So zahlen letztendlich alle für das Fehlverhalten weniger Mitbürger. Darüber hinaus werden Verpackungen in Deutschland recycelt und wieder für neue Produkte oder Verpackungen eingesetzt. Abfälle, die in der Landschaft landen, stehen für ein Recycling nicht mehr zur Verfügung und werden dem Materialkreislauf dauerhaft entzogen. Auch deshalb, Abfälle niemals in die Landschaft werfen! Entsorgt sie bitte über die entsprechenden Müllbehälter! Und es schadet auch niemandem, wenn man die Verpackung eines Schokoriegels wieder in die Hosentasche steckt und sie zu Hause über den Gelben Sack/Gelbe Tonne entsorgt und so dem Recycling zuführt.

Dies wäre gelebter Umweltschutz! Denkt am Tag des Parks gerne mal drüber nach!

Ein Kommentar zu “Tag der Parks am 24. Mai – Ein Denkanstoß zum Sauberhalten”

Kommentare
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    Norbert Völl Blogteam

    Wir zeigen immer auf andere und halten uns als „Recyclingweltmeister“ für die Saubersten weltweit – doch auch bei uns gibt es noch genug zu tun. Ein Spaziergang am Rheinufer in der Domstadt oder im Königsforst macht das deutlich …

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